MacBook Pro mit OLED-Touchscreen: CH-Preise, Specs und Haken

Apple bringt mit dem MacBook Pro erstmals einen Touchscreen auf den Mac. Wir ordnen ein, was das OLED-Display kann, was es in der Schweiz kostet und wo die Haken liegen.

MacBook Pro mit OLED-Touchscreen: CH-Preise, Specs und Haken
«Bild: Apple | Pressebild»

Apple hat am 28. Oktober 2026 das erste MacBook Pro mit Touchscreen vorgestellt. Das neue PROLED-XDR-Display setzt auf Tandem-OLED, der Einstieg kostet in der Schweiz CHF 2'799.–. Wir zeigen, was du dafür bekommst und was (noch) fehlt.

Das Wichtigste in Kürze

  • Was: MacBook Pro 14" und 16" mit Tandem-OLED-Touchscreen (PROLED XDR), M5 Pro oder M5 Max, Dynamic Island
  • Wann: Vorgestellt am 28. Oktober 2026, vorbestellbar seit 28. Oktober, im Handel ab 6. November 2026
  • Preis Schweiz: ab CHF 2'799.– (14", M5 Pro) bzw. CHF 3'299.– (16", M5 Pro)
  • Betrifft dich, wenn: du ein Pro-Notebook für Foto, Video oder Grafik suchst oder ohnehin einen Mac-Kauf planst

Was ist passiert?

An seinem Event «Pro and Tell» hat Apple die bisher grösste Änderung am MacBook Pro seit Jahren gezeigt: Das Display reagiert erstmals auf Berührungen. Der Touch-Sensor sitzt direkt im OLED-Panel, ein überarbeitetes Scharnier soll verhindern, dass der Bildschirm beim Antippen nachwippt. Das Gerät läuft mit macOS 27 und bringt die Dynamic Island vom iPhone auf den Mac.

Wichtig: Die neuen Modelle ersetzen die bisherigen MacBook Pro mit Mini-LED nicht. Apple verkauft beide Varianten parallel. Laut MacRumors und macprime.ch kostet die OLED-Version jeweils rund 400 Franken bzw. Dollar mehr als die vergleichbare Mini-LED-Konfiguration. Parallel hat Apple ausserdem ein günstigeres 14-Zoll-MacBook-Pro mit M6-Chip vorgestellt, allerdings ohne Touch und ohne OLED.

Die Details

Spezifikation MacBook Pro mit PROLED XDR
Display Tandem-OLED, 14,2" bzw. 16,3", Touch
Helligkeit bis 2'000 Nits (SDR und HDR)
Bildwiederholrate ProMotion, 10 bis 120 Hz
Chips M5 Pro oder M5 Max
Arbeitsspeicher bis 128 GB
Speicher bis 16 TB
Anschlüsse 3× Thunderbolt 5, HDMI, SDXC, MagSafe, Kopfhörer
Funk Wi-Fi 7, Bluetooth 6 (Apple N1)
Akku bis 24 Stunden (Herstellerangabe)
Gewicht ab 1,38 kg (14") bzw. 1,82 kg (16")
Modell Preis Schweiz
14", M5 Pro (24 GB / 1 TB) ab CHF 2'799.–
16", M5 Pro (24 GB / 1 TB) ab CHF 3'299.–
14", M5 Max (36 GB / 2 TB) ab CHF 4'399.–
16", M5 Max (36 GB / 2 TB) ab CHF 4'699.–

Voll ausgestattet (M5 Max, 128 GB RAM, 16 TB SSD, Nanotexturglas) kostet das 16-Zoll-Modell laut macprime.ch CHF 14'449.–. Allein das Speicher-Upgrade von 2 auf 16 TB schlägt mit CHF 7'000.– zu Buche.

«Bild: ProduktPuls | Screenshot»

Einordnung: Warum das wichtig ist

Apple hat Touchscreens am Mac jahrelang abgelehnt. Dass Apple nun umschwenkt, ist vor allem ein Signal an Nutzerinnen und Nutzer von Windows-Convertibles, bei denen Touch längst Standard ist. Die Umsetzung bleibt aber bewusst vorsichtig: macOS erhält keine eigene Touch-Oberfläche. Laut macprime.ch wandelt das System jede Berührung in einen Klick um, Menüpunkte und Fensterknöpfe vergrössern sich unter dem Finger, und ein Wisch vom unteren Rand blendet das Dock ein. Apple-CEO John Ternus betont, der Mac bleibe «in erster Linie ein indirektes Eingabegerät» mit Trackpad und Tastatur.

Der grössere Fortschritt für Profis dürfte deshalb das Panel selbst sein: Tandem-OLED mit einem Kontrastverhältnis von 10'000'000:1, über 80 Prozent Rec.-2020-Abdeckung, Referenzmodi und Kalibrierung. Für Fotografie und Farbkorrektur ist das ein echtes Argument. Neue Chips gibt es dagegen nicht: Apple setzt weiterhin auf M5 Pro und M5 Max, während das günstigere M6-Modell bereits die neuere Chip-Generation erhält.

Was bedeutet das für dich?

Wenn du viel mit Bildern, Video oder Farbe arbeitest, ist das PROLED-Display der Hauptgrund für den Kauf, nicht der Touchscreen. Für Office, Programmieren oder Studium bringt der Aufpreis von rund CHF 400.– wenig messbaren Nutzen; hier reicht das Mini-LED-Modell oder das 14-Zoll-Modell mit M6.

Besitzt du bereits ein MacBook Pro mit M5 Pro oder M5 Max, bringt der Wechsel keinen Leistungssprung, da Apple dieselben Chips verbaut. Wer umsteigt, sollte vor dem Kauf prüfen, ob ein Netzteil im Lieferumfang ist: Laut macprime.ch liegt in Europa keines bei, Apple verkauft die Netzteile separat. Wer zu den Ersten gehören will, kann das *MacBook Pro mit PROLED XDR bereits vorbestellen; alle anderen warten besser die ersten unabhängigen Tests zu Akkulaufzeit und Touch-Alltag ab.

«Bild: Apple | Pressebild»

Was noch offen ist

Unklar ist, wie gut die Touch-Bedienung in Apps von Drittanbietern funktioniert, die nicht angepasst wurden. Zudem ist Siri AI in macOS 27.2 laut Apple noch Beta und auf bestimmte Sprachen und Regionen beschränkt. Ob die KI-Funktionen in der Dynamic Island in der Schweiz und auf Deutsch zum Start verfügbar sind, ist noch nicht offiziell bestätigt. Offen bleibt auch, ob Touch später auf MacBook Air oder iMac kommt.

Fazit

Das neue MacBook Pro ist vor allem ein Display-Upgrade für Kreativprofis, verpackt mit einem vorsichtig integrierten Touchscreen. Der Aufpreis ist für Farbarbeit gut begründet, für alle anderen eher Luxus.

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Quellen

  1. Apple unveils groundbreaking MacBook Pro with PROLED XDR Display – Apple Newsroom (abgerufen am 01.11.2026)
  2. Apple bringt Macbook Pro mit OLED-Touchscreen – IT Magazine (abgerufen am 01.11.2026)
  3. MacBook Pro mit OLED und Touchscreen: Preis und Start – vybe.ch (abgerufen am 01.11.2026)
  4. MacBook Pro mit «PROLED XDR»-Display: Weitere Details – macprime.ch (abgerufen am 01.11.2026)
  5. Here's Everything Apple Announced This Week – MacRumors (abgerufen am 01.11.2026)
  6. MacBook Pro mit PROLED XDR Display kaufen – Apple (CH) (abgerufen am 01.11.2026)

Bildquellen

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